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Robert Eduard Prutz

Die Winternacht

1833.

In blauer Pracht, ein goldgesticktes Zelt,
   Hängt rings der Himmel auf die Erde nieder;
Viel muntre Sterne glänzen hin und wieder,
   Und ruhig prangt im Winterschmuck die Welt.

Nur ach, wie einsam ist's im weiten Feld!
   Kein Vogel schwingt das lustige Gefieder,
Aus keinem Laubdach tönen frohe Lieder,
   Jäh kreischt der Schnee, die wilde Meute bellt.

So trägt mein Herz sein winterliches Kleid,
   Und die mir scheinen selbst, die süßen Sterne,
   Sie wärmen nicht, sie flimmern, schimmern nur!

Doch sei getrost! Bald kommt die frohe Zeit,
   Die heil'ge Christnacht dämmert in der Ferne,
   Und Engel schweben durch die öde Flur.


















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