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Weihnachtskunde
Ernst Heinrich Fischer
Es steigen die Engel wohl auf und ab,
Die goldenen Harfen rauschen,
Es neigt sich der Himmel zur Erde herab,
Als wollten die Sternlein lauschen;
Sie glänzen so fröhlich und beugen sich vor,
Denn unten, tief unten, da schallt es im Chor:
Ehre sei Gott in der Höhe!
Auf Bethlehems Feldern welch sonniger Schein,
Welch Leuchten zur nächtlichen Stunde!
Schon findet der himmlische Bote sich ein
Und meldet mit fröhlichem Munde:
Es ist euch ein Retter, ein Heiland bestellt,
Geboren ist Christus, der König der Welt,
Ehre sei Gott in der Höhe!
Nun ist, was den Vätern einst zugesagt ward,
Den hoffenden Kindern geschehen;
Den Tag der Erlösung, so schmerzlich erharrt,
Wir haben ihn endlich gesehen;
Das nächtliche Dunkel, wie war es so lang,
Jetzt ist es vorüber, uns ist nicht mehr bang,
Ehre sei Gott in der Höhe!
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