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Dichter . A/B . Alexis Adolphi



Weihnachtskind

Alexis Adolphi

Helle Osterglocken sind
Euch im Lenz erklungen:
Heute kommt das Weihnachtskind
Euch an's Herz gesprungen.

Sein Gewand ist rein und weiß
Wie des Winters Flocke,
Strahlenhelles Tannenreis
Krönet seine Locke.

Weltumfassend bringt sein Arm
Reicher Liebe Gaben.
Nehmt, o nehmt ihn liebewarm
Auf, den Wunderknaben;

Der, ein heller Morgenstern,
Kommt zu uns'ren Nächten,
Und die Gnade unsers Herrn
Bringt in heil'ger Rechten!

Seht! dort strahlt das ew'ge Wort,
Das die Welt gegründet,
Und des Glaubens Heil und Hort
Ewig uns verkündet!

Und des Kelches Gnadenhuld,
Wo mit sel'gem Triebe
Wir ertränken alle Schuld
In dem Blut der Liebe!

Und das Kreuz, das himmelwärts
Hoch auf Zion blinket,
Wo hinan durch Tod und Schmerz
Uns die Hoffnung winket! -

Sel'ger Knabe, starker Held,
Der uns losgebunden,
Löwe Juda's, der der Welt
Schlange überwunden,

Sei gegrüßt im Weihnachtslicht,
Das die Nacht verscheuchte!
Alles Dunkel nun durchbricht
Ew'ger Heimath Leuchte!

Gott, vom Himmel hoch und hehr
Blick' mit Wohlgefallen!
In der Höhe Dir sei Ehr',
Friede mit uns Allen!



Weihnachtsverse: "Weihnachtskind"






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