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Dichter . T/U/V . Ludwig Tieck



Weihnachten

Ludwig Tieck

Wenn herüber zu meinem Garten
Die alten Lieder tönen
Der Pfeifer, die, aus dem Gebirge kommend,
Jeglich Marienbild mit Weisen grüßen,
So dünk' ich mich in seltsame, ferne
Wunderzeiten entrückt,
Und alte Legenden, und himmlische Sehnsucht
Zarte Lieb' und große Erinnerung
Quellen aus den rauhen, einfachen Tönen.
Tiefer, und inniger
Spricht der Frömmigkeit Wort
Die wunderliche Melodie,
Als in den Kirchen
Der neuen Künstler Wirrwarr,
Die alle Töne keck aufbieten
Um zu heucheln und zu grimmassiren,
Und mit weltlichem Prunk
Das Heilige höhnen.





Text, Weihnachten: "Weihnachten"






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