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Dichter . N . A. De Nora



Weihnacht

A. De Nora

Des scheidenden Jahres
Tiefem Dunkel
Entsteigt sie leuchtend,
Ein letzter Traum.
Horch!
Schon läutet das Silberglöcklein
Der fernen Kindheit!
Die Türe des Einst,
Die lang verschlossen gebliebene, dunkle,
Springt schimmernd auf
Und mein Herz,
Mein ungeduldig harrendes Herz
Stürzt jubelnd hinein . . .
Ah!!
Wie strahlen am Baume des Lebens
Heute die alten goldnen Flitter
Empfangener Güte,
Genossener Liebe,
Vergangenen Glücks!
Singen nicht wie mit Engelzungen
Erinnerungen
Aus blauen Höhn?
Liegt in der Krippe
Erlösung lächelnd, nicht als Heiland
Die neugeborne himmlische Hoffnung?
Ja!
Sie nickt mir zu
Und anbetend glaubt,
Geblendet vom Glanze,
Mein Herz wieder an diesen schönen Gott
Und an Menschengüte
Und Frieden auf Erden
Eine Stunde lang.
Eine selige Stunde,
Bis die Lichter erlöschen . . .
Märchenglaube -
Nur einmal im Jahre
Weihst du uns wieder zu glücklichen Kindern,
Nacht der Weihe,
Einzige wahre
Heilige Nacht!





Adventsreim: "Weihnacht"






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