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Komm,
Heiland, komm
Dora Naumann
Komm, Heiland, komm mit deinen Gaben!
Komm, Liebe, die den Himmel bringt!
Und willst Du uns're Herzen haben
Mit allem, was darinnen ringt,
So nimm sie hin und hülle ganz,
Was dunkel ist, in Weihnachtsglanz!
Komm, Heiland, komm mit deinem Frieden
In unser sturmbewegtes Sein!
Und wäre unser Glück geschieden -
Du nahst, wir wandern nicht allein;
Und trügen wir am Kreuze schwer,
Von Bethlehem strahlt Tröstung her.
Komm, Heiland, komm! wir sind bereitet,
Die Häuser sind für dich geschmückt;
Der Unschuld Weiß sei ausgebreitet!
Des Glaubens Gold sei aufgedrückt
Dem Herzen, das in dir allein
Nur leben will und selig sein.
Komm, Heiland, komm! In trauten Räumen
Glänzt Licht an Licht zu deinem Preis;
Ja, Hoffnung soll das Leben säumen,
Das über sich den Himmel weiß.
Wir harren hier im Dämmerschein,
Komm, lieber Heiland, ziehe ein! -
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