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Die
Mütter
Hildegard von Hippel
Und wieder das Fest der Feste! -
Und wieder die Gnadenzeit! -
Und wieder der Gast der Gäste
Mit seinem Jubelgeleit.
Doch aus den knisternden Zweigen
Raunt Tausenden das Weh,
Und wie ein blasser Reigen
Kommt's geisterhaft über den Schnee.
Das küßt wie Kinderlippen,
Das grüßt wie Kindermund,
Das klingt wie stammelnde Bitten
Aus jäh zerbrochnem Bund.
Das steht so träumend erschrocken
In all seiner Süße da,
Und durch die jauchzenden Glocken
Haucht's: "Weißt du noch, Mama?" . . .
Da bluten von Neuem die Wunden -
Uraltes Marienleid -
Dafür kein Kraut gefunden
Und keine Seligkeit.
Den andern mögt Rosen ihr spenden,
Umkränzen des Lebens Pokal . . .
Die Gaben aus euren Händen -
Uns dünken sie heute schal.
Nun flammen allorten die Kerzen,
Wir weinen die Augen uns blind, -
Tröste auch unsre Herzen,
Du heiliges Kind!
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