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Dichter . E/F . Ernst Heinrich Fischer



Das Christkind

Ernst Heinrich Fischer

Kommt alle, kommt und laßt uns sehn,
Was heut in Bethlehem geschehn;
Dem Erd' und Himmel eigen sind,
Der liegt im Stall, ein armes Kind.

Geht schnell hinein, beschaut es recht,
Die Windeln sind ihm nicht zu schlecht,
Auch ist das enge Krippelein
Dem Jesuskinde nicht zu klein.

Es nennt der Mensch sich einen Herrn
Und stürmte wohl den Himmel gern,
Indessen steigt ins Erdenthal
Der Herr aus seinem Himmelssaal.

Wie stiegst du doch, o Gottessohn,
So tief, so tief von deinem Thron,
Es bleibt kein Herz, das menschlich schlägt,
Von solcher Demut unbewegt.

Mein hartes Herz erweiche mir,
Mein stolzes Herz mit Demut zier',
Gebeugten Hauptes, Herr, alsdann
Bet' ich vor deinem Kripplein an.



Weihnachts Lyrik: "Das Christkind"






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Weihnachts Lyrik: "Das Christkind" von Ernst Heinrich Fischer