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Auf
Bethlehems Feldern
Ernst Heinrich Fischer
Auf Bethlehems Feldern welch glänzendes Licht!
So leuchtet die freundliche Sonne selbst nicht,
So leuchtet kein Mond und kein Stern;
Was heute das nächtliche Dunkel erhellt,
Ein Strahl ist's, ein Glanz aus der himmlischen Welt,
So leuchtet die Klarheit des Herrn.
Es steigen die Engel, vom Höchsten gesandt,
Zur Erde hernieder und machen bekannt
Die wunderliebliche Mähr:
Wo David geboren, der König, da ist
Uns heute geboren der heilige Christ,
Ein mächtiger König auch er.
Ein Helfer daneben in jeglicher Not,
Ein Heiland, ein Retter von Sünde und Tod,
Der Leben und Frieden uns giebt,
Ein Hirt, der mit Schmerzen am Kreuze einst stirbt,
Damit seiner Schafe nicht eines verdirbt,
O Liebe, die sterbend noch liebt!
Drum jauchzet doch heute und freuet euch laut,
Und eilet zu Bethlehems Krippe und schaut
Das Kindlein so lieblich und hold!
Was Gott uns beschert in der heiligen Nacht,
Hat glücklicher alle und reicher gemacht
Als Edelgestein und als Gold.
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