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     Weihnachtsgedichte . Dichter . H


Karl Henckell
Weihnacht
Ein Dreiklang
Weihnachtssaat


Hildegard von Hippel
Die Mütter


Karl von Holtei
"Mach' den Kindern eine Weihnachts-Freude"




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Karl Henckell

Weihnacht

Es klingt ein Lied aus alter Zeit,
Wie Sternentraum so rein,
Von eines Kindleins Herrlichkeit
Und schlichter Hütte hellem Schein.

In eine Nacht von Wahn gebar,
Als sich die Zeit erfüllt,
Das Weib den Menschensohn, der klar
Den Widersinn der Welt enthüllt.

Sein Auge war so himmelstief,
Durchstrahlte Trug und List;
Der Lichtheld wuchs, sein Schicksal rief:
Am Kreuze hing der erste Christ.

Noch immer hängt der Mensch am Kreuz,
Noch immer jammern Fraun,
Dem Glockenklang des Weihgeläuts
Mischt sich des Wahnsinns Weh und Graun.

Der Geist, der stark mit Feuer tauft,
Wird immer noch geschmäht,
Noch wird verraten und verkauft,
Wer Saat der kühnen Liebe sät.

Noch sind so viele Augen blind,
Herrscht ungerecht Gericht -
Doch wieder ward die Wahrheit Kind,
Und langsam, langsam wächst ihr Licht.


















Gedichte zur Weihnacht
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